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(fdp) Die FDP Baselland konnte an ihrem Neujahresanlass bei der Tiba AG in Bubendorf über 170 Mitglieder und auch Gäste der FDP Basel-Stadt empfangen.

Diese starke Teilnahme widerspiegelt laut FDP Kantonalpräsidentin Saskia Schenker das letzte Jahr: «Im Doppelwahljahr konnten die Kandidierenden viel Motivation, Kampfeswille und Unterstützung von den Mitgliedern erfahren. Die FDP Baselland findet man auf der Strasse, an Standaktionen und bei den Leuten, wir führen einen aktiven Dialog mit den Menschen – das ist eine FDP, die mir gefällt!»
Sie nutzte den Neujahresanlass für grundsätzliche Gedanken zum Begriff «Eigenverantwortung», ein zentraler Teil der freisinnigen DNA. Die Eigenverantwortung kommt laut Schenker in der Öffentlichkeit zunehmend unter Druck und gleichzeitig erhält die Haltung Auftrieb, den Staat zu einer Moralkeule zu machen: «Diese Art von Instrumentalisierung des Staates nimmt zu, je mehr die Moral von der Politik für die Selbstdarstellung genutzt wird. Statt kritisch zu bleiben, lassen sich viele Meinungsträger gerne einspannen. Anscheinend sind sich viele einig, dass die Eigenverantwortung ausgedient hat.» Sie frage sich, ob nun in den 2020er-Jahren das Zeitalter der Erziehung, des Zentralismus, des Staats als Hüter der Moral jedes Einzelnen komme. Und weiter: «Viele wollen der Gesellschaft zeigen, dass sie etwas Gutes tun. Diese Art von selbst inszeniertem Gutmenschentum bringt jede Selbstkritik zur Strecke. Zweitens macht der Fokus auf die Selbstdarstellung gelebte Eigenverantwortung nichtig. Drittens wird moralisches Handeln inszeniert, statt gelebt zu werden. Es zählt nicht, Gutes zu tun, sondern was zählt, ist, anderen zu zeigen, dass man Gutes tut» Mit Letzterem zitierte sie Eduard Käser, NZZ. Sie finde es wichtig, einmal zu fragen, was die Eigenverantwortung und Selbstregulierung in den letzten Jahren schon alles erreicht hat. «Sicher ist es nicht genug, was wir heute tun. Und Eigenverantwortung alleine reicht nicht. Die Diskussion darüber, wie es mit unserer Welt und Umwelt weitergehen soll, ist wichtig. Aber letztlich lassen sich Fortschritte nur mit echter Eigenverantwortung erreichen – als Basis von allem. Das darf uns in der Gesellschaft nicht verloren gehen.» Aus diesem Grund ist es laut der Kantonalparteipräsidentin mehr denn je die Aufgabe der Freisinnigen, die Eigenverantwortung in Worten, in Taten und in kritischer Selbstverantwortung in die Gesellschaft zu tragen: «Weil wir die Entwicklung hin zur moralischen Selbstdarstellung nicht verhindern können, müssen wir sie nutzen. Wir müssen in Sachen Eigenverantwortung offensiver werden und erzählen, was wir darunter verstehen und wie wir sie leben. Die Eigenverantwortung zum Thema zu machen statt uns von anderen mit der Moralkeule vorantreiben zu lassen und uns fast zu schämen, das Wort in den Mund zu nehmen», so lautete das Fazit der Präsidentin der FDP Baselland.
Es war auch kein Zufall, dass der Anlass in der Tiba AG in Bubendorf stattgefunden hat – ein Familienbetrieb, der mit viel Eigenverantwortung seit 1848 im Baselbiet in nachhaltige
Arbeitsplätze und die Entwicklung von CO2-armen Heizsystemen investiert – ohne dies gross ins Rampenlicht zu stellen. Das in den Bereichen CO2-neutraler Heizsysteme, Stahlküchen, Tiba-Herde und Öfen tätige Unternehmen beschäftigt rund 100 Mitarbeitende in der Schweiz. Das mehr als 170-jähringe Unternehmen rüstet sich für eine Zukunft, in der C02-arme Heizungen auf Grund des Klimawandels an Bedeutung gewinnen werden. Geschäftsführer Lukas Bühler konnte an diesem Abend mit grosser Freude mit den Freisinnigen auch einen Primeur teilen, den er gleichentags den Mitarbeitenden verkündet hatte: «Wir werden acht Millionen Franken in ein innovatives Büro- und Produktionsgebäude von 6000m2 Fläche investieren.» Über den neuen Standort konnte er nur so viel verraten, dass es sich auf jeden Fall um eine Baselbieter Gemeinde handelt: «Noch sind die Verträge nicht unterschrieben, um den genauen Standort zu nennen.»

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